Blumenthal Kundgebung - Bürgerinteresse für Naturfläche
Für den Erhalt des Blumenthalgeländes – gegen Bebauung
am 30.082025 in der Wanner-Fußgängerzone
Das Bündnis aus BUND, NABU, dem Verein Stadtverwaldung, Health for Future, den Herner Bürgerinitiativen sowie dem Zusammenschluss der Bürgerinitiativen: BI-Herne „Für mehr Lebensqualität (e.V.) hat am Samstag in der Wanner Fußgängerzone eine gut besuchte Informationsveranstaltung zur geplanten Bebauung der Zechenbrache Blumenthal durchgeführt. Rund 80 bis 100 Interessierte nutzten die Gelegenheit zum Austausch.
Im Fokus standen vier Themen:
- Gesundheitsrisiken durch Luftschadstoffe und Verkehrslärm in einer bereits hoch belasteten Stadt und Region,
- die Bedeutung Blumenthals für die Artenschutz und die Biodiversität, das Naturerleben und die Erholung,
- die Notwendigkeit von Klimaschutz- u. Klimaanpassungsmaßnahmen sowie
- die Pläne, auf der Fläche 4.000 Arbeitsplätze zu schaffen – inklusive der Idee einer Seilbahn.
Viele Besucher der Veranstaltung brachten Ihr Unverständnis zum Ausdruck, dass die Stadt immer noch an dem derzeitigen Bebauungskonzept mit der Seilbahn festhält.
Das Bündnis macht deutlich: Die sog. Konzeptstudie von Albert Speer & Partner und die Seilbahn sind für Herne regelrechte „Luftschlösser“. Blumenthal ist keineswegs ,wie jüngst behauptet, „devastiertes Ödland“, sondern wertvolle Industrienatur von bundesweiter Bedeutung, insbesondere für die europarechtlich geschützte Kreuzkröte sowie andere seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Mit Nachdruck wird darauf verwiesen, dass die im KEB-Prozess beteiligten Vertreterinnen der Naturschutzvereine der geplanten Bebauung auf der Grundlage der Konzeptstudie nicht zugestimmt haben. Anders lautende Darstellung der Stadt und Politik sind daher irreführend und falsch.
Das Bündnis fordert, die Blumenthal-Fläche dauerhaft als Naturschutzgebiet zu sichern, sie für die Erholung der Herner Bevölkerung und als „Grüne Lunge für Herne“ zu entwickeln. Gleichzeitig sollen das stillgelegte benachbarte Kraftwerk sowie das angrenzende Uniper-Gelände in einer nachhaltigen baulichen Entwicklung Berücksichtigung finden, die auch den notwendigen Raum für die Schaffung von Arbeitsplätzen in Herne bietet.
BUND, NABU, Stadtverwaldung, Health for Future und die Herner Bürgerinitiativen fordern einen ergebnisoffenen und dialogorientierten Beteiligungs- und Planungsprozess. Dabei müssen Gesundheitsvorsorge, Klimaschutz u. -anpassung, die hochwertigen Lebensräume der Waldflächen, Brachflächen und Magerrasen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohnraum sowie die herausragende Bedeutung für den europäischen Artenschutz entsprechend ihres Gewichts Berücksichtigung finden.
Herne, den 1.09.2025
Klaus Müller-Pfannenstiel
(für das Bündnis aus BUND, NABU, dem Verein Stadtverwaldung, Health for Future, den Herner Bürgerinitiativen und der BI-Herne „Für mehr Lebensqualität (e.V.))
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