Eine Seilbahn fährt und fliegt nicht!
Welche weiteren Marketingauswüchse müssen wir noch ertragen?
Nicht mal für die Seilbahn zum kleinen Matterhorn in Zermatt oder gar in einem durch den Tourismus geprägten Ort wie Ischgl werden „Airline“ Zuschreibungen für waghalsige Seilbahnprojekte genutzt, noch wird eine Werbekampagne nach der anderen angeschmissen.
Stellungnahme des Vorsitzenden zum WAZ-Beitrag vom 21.02.26: Blumenthal "Airline" soll in die Luft gehen
Welche weiteren Marketingauswüchse müssen wir noch ertragen? Nicht mal für die Seilbahn zum kleinen Matterhorn in Zermatt oder gar in einem durch den Tourismus geprägten Ort wie Ischgl werden „Airline“ Zuschreibungen für waghalsige Seilbahnprojekte genutzt, noch wird eine Werbekampagne nach der anderen angeschmissen. Entnehmen können wir der Tatsache, dass dies für die Seilbahn zum Blumenthalgelände gemacht wird, es Herrn Dr. Dudda sehr wichtig ist und scheinbar das Gelingen der städtischen Planungen davon abhängt!?
Was weiterhin offen bleibt, ob die wirtschaftliche Begründung für eine Seilbahn festgemacht an einer zu belegenden Möglichkeit für die Ansiedlung von 4.000 Arbeitsplätzen auf dem Blumenthalgelände stichhaltig ist, ebenso die pauschale Annahme, dass rund 25 % dieser künftigen Arbeitskräfte die „Airline“ tatsächlich nutzen werden. Die Gesamtkosten und der Finanzierungsanteil aus dem Haushalt der Stadt bleibt auch diffus, wie z.B. der Gondeln selbst, der Seilbahngebäude, der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, der Flächen um den Bunker, die Verlegung der Parkplätze und der Infrastruktur für die Straßenbahn und Busse, der Alternativerschließung durch den ÖPNV für Zeiten, in denen die Seilbahn nicht fährt oder fliegt, etc.
Auch ist die Frage, ob die Förderkapazitäten von rund 500 Personen pro Stunde zu dem mehrheitlich üblichen Arbeitsbeginn zwischen 7.30 und 9.00 Uhr und den ankommenden Zügen aus Richtung Essen, Dortmund, Oberhausen und Münster im 10 Minutentakt ausreichen, um bis zu 1.000 Personen „rüber“ zu transportieren. Dies könnte zur Konsequenz haben, dass die allgemein üblich akzeptierte Wartezeit von bis zu 7 Minuten überschritten wird und die Seilbahn dadurch wieder unattraktiv würde.
Zudem: ich lebe sehr gerne in Herne, aber die direkten Bezüge unserer Stadt und Vergleiche zum Seilbahnprojekt in Paris empfinde ich als unangemessen.
Klaus Müller-Pfannenstiel
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