Negative Folgen für alle!
Wie von der Immobilienwirtschaft gewünscht (WAZ vom 17.01.2015) wurde unter anderem beschlossen, die Baumschutzsatzung (Änderung 08.12.2016) zu lockern. 10 Jahre später zeigen sich jährliche Baumverluste und eine Verringerung der grünen Infrastruktur.
Trotz der drei letzten jährlichen Baumbilanzen bleibt das Verhältnis zwischen Baumfällungen und Neuanpflanzungen, sowie Kompensationsmaßnahmen für den Bürger weiterhin völlig nebulös...
...Wenn dann die Bäume noch in Arnsberg, Düsseldorf oder Recklinghausen nachgepflanzt werden, hat der Herner Bürger nichts davon. Der Höhepunkt mit 4163 Baumfällungen war wohl in den Jahren zwischen 2016 - 2018 zu verzeichnen (WAZ Bericht vom 02.10.2019) wobei ca. 2400 Bäume davon nicht nachgepflanzt wurden.
Weitere 1500 Bäume sollen bis 2027 nachgepflanzt werden um Herne noch grüner zu machen?! (WAZ vom 04.09.2020).
Sowohl den Verantwortlichen aus Stadtverwaltung und Politik dürfte klar sein, das wir mit den gigantischen Baumverlusten viel verlieren: erstens mit dem Wurzelwerk der Bäume ein Wasserleitungssystem für einen besseren Schutz vor Trockenheit und Dürre, zweitens eine Feinstaubanlage zum Schutze vor Gesundheitsgefährdenden Schadstoffen und drittens unsere dringend benötigten natürlichen Klimaanlagen, die CO2 speichern, Kühlen und Schatten spenden. Zusätzlich verlieren Tiere ihr Zuhause einhergehend mit einem hohen Biodiversitätsverlust. Wir alle verlieren viel kostenlose Ökosystemleistungen der Natur, die in der Zukunft hohe steuerliche und private wirtschaftliche Kosten verursachen werden.
Astrid Bick (Bürgerinitiative Stadtwald), 20.05.2025
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